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Mythos Bayern – Bilder zur Ausstellung

Plakatmotiv zur Bayerischen Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum - Mythos Bayern“<br />© Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg / Entwurf: Peter Schmidt Group, München<br />„Mythos Bayern“? Eine Landschaft, ihre Menschen und eine besondere Art zu leben; ein König und seine Schlösser, und schließlich seit 1918 der „Freistaat Bayern“Bei der Eröffnung der Ausstellung<br />© http://www.mythos-bayern.com/Ammergauer Alpen<br />© Ammergauer Alpen GmbH, Gemeinde Oberammergau, Foto: Anton Brey<br />Der „Mythos Bayern“ wird an einem Ort spürbar werden, der wie geschaffen ist für den thematischen Drei­klang „Wald, Gebirg und Königs­traum“: Kloster Ettal in den Ammergauer Alpen.<br />© Olaf Herzog<br />Kloster Ettal mit seiner barocken Basilika und der Rokoko-Sakristei, ist umgeben von malerischen Bergen, Gebirgswald und Königsschlössern.
Kloster Ettal mit dem neu gestalteten Innenhof, in dem es auch einen Planetenweg gibt. Rechts im Bild ist die Schwedensäule zur Erinnerung an den Schwedeneinfall im 30jährigen Krieg 1632 zu sehen.Oberammergau<br />© www.zugspitz-region.de, Foto: Wolfgang Ehn<br />Die Ausstellung wurde in die Zugspitz-Region verlegt, denn der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist stark durch den Wald geprägt. Hier finden sich 16 Naturschutzgebiete und acht Landschaftsschutzgebiete. Knapp 50% der Fläche des Landkreises sind Wald. Die Planungen für einen Naturpark Ammergauer Alpen sind in der konkreten Umsetzungsphase.© Haus der Bayerischen Geschichte <br /><br />Seit dem Pestgelübde von 1634 spielen die Oberammergauer die Passion. Kamen die Zuschauer in der Anfangszeit noch meist aus der nahen Umgebung, entwickelten sich die Passionsspiele bald zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Bereits 1850 wurde Oberammergau zur Passionsspielzeit von 100.000enden besucht und so zu einem der frühesten touristischen Anziehungspunkte in Bayern.Passionstheater Oberammergau<br />© Ammergauer Alpen GmbH, Gemeinde Oberammergau, Foto: Kienberger
Pilatushaus<br />© Ammergauer Alpen GmbH, Gemeinde Oberammergau, Foto: Stephan de Paly<br /><br />Das Pilatushaus im Herzen von Oberammergau ist Zentrum für Kunst und Kunsthandwerk. Die Fassade ist geschmückt mit Lüftlmalereien, die 1784 von dem Oberammergauer Lüftlmaler Franz Seraph Zwinck geschaffen wurden, darunter auf der Gartenfront die Verurteilung Jesu durch Pilatus. <br />1981 sollte das Haus abgerissen werden, um Raum für einen Parkplatz zu schaffen. Mit Hilfe von Radio, Fernsehen und Denkmalschutz gelang es, das Haus zu retten. Anton Braith (1836-1905) „Hirtenjunge mit Herde am Waldrand“<br />Öl auf Leinwand, um 1863<br />© Museum Biberach<br /><br />Der Wald war über viele Jahrhunderte Lebensgrundlage und Existenzsicherung der bäuerlichen Bevölkerung. Er war nicht nur Holzlieferant, sondern auch Weidefläche für Kuh-, Schweine- und Schafherden. Durch das Eintreiben des Viehs änderte sich für immer die Beschaffenheit des Waldes und es entstand im Laufe der Zeit die heutige bayerische Kulturlandschaft. Anton Braith hat mit seinem Hirtenjungen am Waldrand diese Nutzung des Waldes eindrücklich festgehalten. „Holzbuch aus dem Holz der Stieleiche“<br />Teil der Holzbibliothek Candid Hubers <br />© Haus der Bayerischen Geschichte <br /><br />Die große Holzbibliothek des Benediktinermönchs Candid Huber (1747-1813) umfasst mehrere 100 Exemplare. Tatsächlich handelt es sich nicht um Bücher, sondern um Holzschachteln jeweils befüllt mit einer Baumart und den dazugehörigen Zweigen, Blüten, Blättern, Früchten und Schädlingen. Besitzer solcher Holzbibliotheken, wie adelige Waldbesitzer, Klöster und Forstleute zeigten sich damit als Kenner der Botanik. © cahap GbR, Foto: Hiltrud Gürtler<br />Holzknechte übten jahrhundertelang ihre schwere Arbeit mit den gleichen Werkzeugen aus.
© cahap GbR, Foto: Hiltrud Gürtler<br />Erst die Motorsägen – Erfindungen von Dolmar  und Stihl in den 1920er Jahren (beide Firmen entwickelten sich bis heute weiter) – brachten große Erleichterungen beim Holzfällen (im Bild eine Stihl contra ab 1959).<br />Noch sicherer wurde das Holzfällen mit den Harvestern, bei denen die Holzarbeiter geschützt vor fallenden Bäumen in Kabinen sitzen. „Ansicht von Berchtesgaden“<br />Postkarte mit Blick auf Berchtesgaden und die Sehenswürdigkeiten in seiner Umgebung (um 1913)<br />© Haus der Bayerischen Geschichte<br /><br />Bevor die Touristen in Scharen nach Bayern kamen, entdeckten im 19. Jahrhundert die Maler die Landschaft für sich. Die Gebirgsgegenden um Berchtesgaden, Ramsau und den Königssee lagen auf der obligatorischen Route vieler Maler nach Italien. So entstand zum Beispiel der Malerwinkel am Königssee. Mit dem Siegeszug der Postkarte ab den 1870er Jahren schickten schließlich auch Feriengäste Ansichten von ihren Urlaubsorten nach Hause. Maximilian Haushofer (1811-1866) „Heuschiff am Chiemsee“<br />Öl auf Leinwand, 1845<br />© Kunstsammlung Markt Prien/ Heimatmuseum, Fotograf: Werner Blauhorn, Prien<br /><br />Maximilian Haushofer gilt als künstlerischer Entdecker der Fraueninsel. Erstmals kam er 1828 mit Freunden an den Chiemsee. Die Künstlerkolonie auf der Fraueninsel gehört zu den ältesten in Europa und zog im Laufe der Zeit viele Künstler an. Haushofer gilt mit seinen Bildern als Hauptvertreter der ersten Blütezeit der Künstler am Chiemsee. Seine Bilder zeigen die Idylle des Sees und mit dem Heuschiff ein Motiv, das auch in späteren Jahren immer wieder auftaucht.Heinrich Bürkel (1802-1869) „Nach der Jagd“<br />Öl auf Leinwand, undatiert<br />© Forum ALTE POST<br /><br />1824 wurde der Münchner Kunstverein gegründet. Erstmals ergab sich dadurch den Künstlern die Möglichkeit, auch außerhalb der Akademie ihre Bilder bekannt zu machen und zu verkaufen. Einer, der es wie fast kein anderer verstand, dieses neue Forum für sich zu nutzen, war der Pirmasenser Maler Heinrich Bürkel. Besonders beliebt waren Bürkels Szenen aus dem oberbayerischen Volksleben, zu denen „Nach der Jagd“ gehört. Solche Themen malte er immer wieder, nie vollkommen gleich, sondern immer ein bisschen anders.
Engelbert Seibertz Öl auf Leinwand, um 1850
© Kunstsammlung Markt Prien/ Heimatmuseum; Fotograf: Werner Blauhorn, Prien

Die "Fischerlisl" repräsentiert den Typus der bayerischen Frau, die geschäftstüchtig, selbstbewusst, herzlich, bodenständig, gesellig und attraktiv ist. Eine Liesl oder Kathi gab es an mehreren oberbayerischen Seen, so zum Beispiel die bekannte Wirtin des Gasthofes zur Post in Schliersee, zu der nicht nur viele Künstler kamen, sondern auch König Max II. auf seiner Fußreise 1858.
Auf dem Königssee in Berchtesgaden beförderte die "Schiffer-Cathy" angeblich auch den bayerischen König.
Und die Fischerin vom Chiemsee brachte in ihrem Kahn – auf dem Bild an den Malerutensilien im Boot zu sehen – wohl die Künstler an die schönsten Ecken des Sees." src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/14a-Engelbert-Seibertz-Fischerin-vom-Chiemsee_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="170" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="14a-Engelbert-Seibertz-Fischerin-vom-Chiemsee.jpg" data-i="16" id="img_16">
Mieder der „Fischer Lisl“ vom Schliersee<br />Klosterarbeit, um 1820/30<br />©Heimatmuseum Schliersee<br />Hubert von Herkomer 1875
Privatleihgeber
© Haus der Bayerischen Geschichte

Der bayerisch-englische Maler Hubert von Herkomer stellte die Besonderheiten des oberbayerischen Volkslebens in Aktion und der Zuschauer besonders gut heraus. „Bavarian Dance“ zeigt in einem oberbayerischen Wirtshaus den Schuhplattler in seiner ursprünglichen Form als Paartanz. Die Musikanten im Vordergrund spielen mit Zither und Gitarre und im Hintergrund betrachten die Zuschauer aus der Stadt dieses Spektakel.
" src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/16-Hubert-von-Herkomer-Bavarian-Dance_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="190" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="16-Hubert-von-Herkomer-Bavarian-Dance.jpg" data-i="18" id="img_18">
© cahap GbR, Foto: Hiltrud Gürtler<br />Eine Skizze, die zeigt wie wild entschlossen die Maler zu den Schönheiten Oberbayerns strömten. Sie kamen nicht nur mit Booten zur Insel, sondern stiegen auch hinauf auf Dächer und Kirchtürme.
http://www.mythos-bayern.com/<br />Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde Leder für Hosen oft durch Loden verdrängt und auch bei der Landbevölkerung wurden die Hosen länger. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die kurze Lederhose als Arbeitshose fast vollständig verschwunden. <br /><br />Der Lehrer Ludwig Vogl beklagte das Verschwinden der kurzen Lederhose und gründete zusammen mit fünf Stammtischfreunden 1883  denVerein für Erhaltung der Volkstracht im Leitzachthale. Vogl und seine Freunde wurden zwar verspottet (noch 1913 wurden die Kurzhosenvereine vom erzbischöflichen Ordinariat in München für sittenwidrig erklärt). <br /><br />König Ludwig II, den Vogl angeschrieben hatte, unterstütze sie wohlwollend und ließ an alle Kreis- und Bezirksämter die Aufforderung ergehen, Vereine zur Erhaltung der Tracht zu gründen. <br /><br />Bereits Ludwigs Vater, König Maximilian II., hatte am 1. Juni 1853 eine Verordnung zur „Hebung des Nationalgefühls, insbesondere der Landestrachten“ erlassen. Maximilian zeigte sich bei der Jagd, wie auch der österreichische Kaiser Franz Joseph und zuvor bereits Erzherzog Johann, in graugrüner Jacke und Lederhose und stattete auch seine Jagdgehilfen mit dieser Kombination aus.Trachtengruppe aus Traunstein (Oberbayern)<br />Atelier Frankonia 1895<br />© Bayerisches Nationalmuseum München, Fotograf: Bastian Krack<br /><br />Zum Oktoberfest des Jahres 1895 organisierte Maximilian Schmidt, genannt Waldschmidt, (1832-1919) einen Trachtenumzug. Vorbild waren ihm drei frühere Trachtenzüge, die anlässlich wittelsbachischer Hochzeiten in der ersten Jahrhunderthälfte durchgeführt worden waren. <br />Getragen wurden dabei sowohl alte und häufig getragene Kleidung aus ganz Bayern als auch neue, „nach altem Muster“ gefertigte." src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/19-Trachtengruppe-Traunstein_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="220" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="19-Trachtengruppe-Traunstein.jpg" data-i="21" id="img_21">Bierkrug Spatenbrauerei, Importeur Pousset Paris<br />Steinzeug, Zinn um 1900<br />© Haus der Bayerischen Geschichte<br />1867 wurde die Spaten-Brauerei die größte Brauerei Münchens. Diese Spitzenstellung konnte sie bis in die 1890er Jahre halten. Sie erhielt als einzige deutsche Brauerei auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille für ihr Bier.<br /><br />Auch französische Spaten-Bierkrüge gab es. Da ein französischer Name versöhnlicher klang, erhielt er die Aufschrift des Wirts in Frankreich: Um 1900 lag der Ausschank bayerischer Brauereien in Paris im dreistelligen Bereich.
" src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/20-Bierkrug-PoussetoheFare_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="230" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="20-Bierkrug-PoussetoheFare.jpg" data-i="22" id="img_22">
Postkarte Garmisch mit Alp und Zugspitze (nach 1905)<br />© Haus der Bayerischen Geschichte<br /><br />Mit der Eröffnung der durchgehenden Eisenbahnverbindung von München aus im Jahr 1889 wurde Garmisch bei Malern und Künstlern immer beliebter. Auch für Bergsteiger hat es seinen Reiz: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, wird 1820 erstmals vom Vermessungsoffizier Josep Naus (1793-1871) bestiegen und gleichzeitig vermessen. Ein Kreuz steht seit 1851 auf der Zugspitze. <br />
Touristen passieren die steile Wand, Das Stereoskopie um 1908 aus der Kaiserpanorama-Bilderserie "Besteigung der Zugspitze durch das Raintal und Höllental, mit Besuch der Höllentalklamm"
© Deutsches Historisches Museum, Berlin

Die sogenannten Kaiserpanoramen waren im 19. Jahrhundert Vorläufer des Kinos, aber auch nützlich zur aktuellen Berichterstattung und virtuelle Reisemöglichkeit (frühe virtual reality). Der Zuschauer blickte durch ein Okular auf eine Stereoskopie und konnte so dreidimensional zum Beispiel in Landschaften eintauchen. " src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/22-Stereoskopie-Kaiserpanorama-Zugspitze_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="250" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="22-Stereoskopie-Kaiserpanorama-Zugspitze.jpg" data-i="24" id="img_24">
Schützenscheibe Schützenscheibe der K. P. Schützengesellschaft Schliersee
© Haus der Bayerischen Geschichte

Jäger und Wilderer waren erbitterte Feinde. Nicht selten trafen sie mit tödlichem Ausgang aufeinander. Beide gehörten – zusammen mit der Sennerin – zu den Symbolfiguren der Berge. Glaubt man den Romanen und Erzählungen, zum Beispiel von Ludwig Ganghofer (1855-1920), so gerieten sich Wilderer und Jäger auch bei der Jagd nach der Gunst der schönen Sennerin ins Gehege.
" src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/23-Schuetzenscheibe-Wilderer_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="260" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="23-Schuetzenscheibe-Wilderer.jpg" data-i="25" id="img_25">
Jagdstutzen des Wildschützen und Räubers Matthäus Klostermeier <br />(genannt Bayerischer Hiasl)<br />Bayerisches Nationalmuseum München (Inv.-Nr. StR 197)<br />© Bayerisches Nationalmuseum München<br /><br />Der Teile eines Kaffeeservices mit Veduten von Oberbayern<br />um 1847/50<br />© Bayerisches Nationalmuseum München; Fotograf: Bastian Krack<br /><br />Das komplette Kaffeeservice besteht aus Kaffee- und Milchkanne, Zuckerdose, sowie sechs Tassen mit Untertassen. Die hier zu sehende Kaffeekanne zeigen Ansichten von Tegernsee und Bad Kreuth (Vorder- und Rückseite), auf der Zuckerdose ist der Watzmann mit Berchtesgaden zu sehen und auf der Milchkanne ist Schloss Hohenschwangau abgebildet. Oft gingen solche
Badewanne der Herrschaften,<br />Allgäu, um 1850/60<br />© Bayerisches Nationalmuseum München (Inv.-Nr. 2014/1)<br /><br />König Maximilian II. brach 1858 zu einer Fußreise auf. Sein Weg führte ihn entlang der bayerischen Alpenkette von Lindau nach Berchtesgaden. Ziel des Königs war es, seine Untertanen kennenzulernen. Auf seiner Reise machte er Station im Hotel Adler-Post in Hindelang. Das Gasthaus wurde später lobend in der Reisebeschreibung erwähnt – vielleicht weil der König ein Bad in der ausgefallenen Wanne genommen hatte nehmen können?<br />Ernst Wilhelm Rietschel (1824-1860) <br />Königin Marie im Bergsteiger-Kostüm als Großmeisterin des von ihr gegründeten Alpenrosenordens mit Schloss Hohenschwangau im Hintergrund<br />Aquarell/Papier, 1847<br />© Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Geheimes Hausarchiv, Wittelsbacher Bildersammlung, Königin Marie III 6/10Königin Marie in der von ihr selbst entworfenen Bergsteigertracht aus Loden: Der Rock reicht nur bis zu den Knöcheln, zu Maries Zeiten ein Skandal. Darunter trägt sie eine Hose.
In der rechten Hand hält Marie eine Alpenrose, das Zeichen für den von ihr gegründeten Alpenrosenorden." src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/27-Die-Bergsteigerin-Marie_Ernst-Wilhelm-Rietschel_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="300" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="27-Die-Bergsteigerin-Marie_Ernst-Wilhelm-Rietschel.jpg" data-i="29" id="img_29">
Kgl. Schloss Neuschwanstein mit Blick auf Hohenschwangau <br />Postkarte (versandt am 19.04.1914)<br />Theresia und Johann Rietzler, Seeg-Enzenstetten<br />© Haus der Bayerischen Geschichte<br /><br />Noch als Kronprinz hatte der Vater von König Ludwig II. Hohenschwangau erworben. Das Schloss wurde zur Sommer- und Ferienresidenz der königlichen Familie. Von hier aus verfolgte Ludwig II. die Bauarbeiten auf Schloss Neuschwanstein mit einem Fernrohr.Sturzbecher in Gestalt eines Gamsbockkopfes <br />Bayerisches Nationalmuseum München (Inv.-Nr. 2009/41)<br />© Bayerisches Nationalmuseum München<br /><br />Den wertvollen versilberten und innen vergoldeten Sturzbecher in Gestalt eines Gamsbockkopfes schenkte König Ludwig II. dem Oberförster Anton Baumgärtner, der das Forstamt in Hohenschwangau versah. Vielleicht war das Geschenk eine Anerkennung für Planung und Bau eines neuen Jagdhauses Sturzbecher waren Trinkgefäße, die gefüllt nicht abgestellt werden konnten, sondern in der Hand gehalten und auf einmal ausgetrunken werden mussten.
" src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/29-Sturzbecher_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="320" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="29-Sturzbecher.jpg" data-i="31" id="img_31">
Schloss Linderhof<br />© Bayerische Schlösserverwaltung, Foto: K. Rainer<br /><br />Bauprojekte für Linderhof verfolgte König Ludwig II. schon ab 1868. Innerhalb mehrerer Jahre ließ der König das ehemalige Försterhäuschen seines Vaters Maximilian II. zu einem Schloss umbauen. Allmählich wurde der Almhüttenbau zur königlichen Villa. Die letzte Umbauphase des Schlosses erfolgte 1885/86. Linderhof war somit das einzige Bauwerk dessen Vollendung König Ludwig II. kurz vor seinem Tod 1886 noch erlebte.<br />Die Innenräume sind prunkvoll ausgestattet. Die mystische künstliche Venusgrotte wird derzeit renoviert – seit 2016 und es wird wohl noch bei 2022 dauern und viele Millionen Euro kosten.<br />Schlittenpartie (Linderhof im Winter)<br />Postkarte/Lithographie mit König Ludwig II. auf Schlittenpartie bei Schloss Linderhof (Fritz Bergen um 1900)<br />© Haus der Bayerischen Geschichte <br /><br />Der menschenscheue König Ludwig II. lebte hauptsächlich nachts. Selten war es den Untertanen vergönnt, den Königsschlitten auf einer Fahrt zu sehen. Der Schlitten war zwar im Stil des französischen Rokoko gebaut und ausgestattet, aber doch hochmodern: die Seitenlampen waren seit 1885 elektrifiziert.  <br />König Ludwig II. – Bayerns Edelweiß“<br />Postkarte nach dem Tod König Ludwig II. (um 1900, geschrieben am 8.11.1906)<br />© Haus der Bayerischen Geschichte<br /><br />Mit der Eroberung der Berge durch das Bürgertum im 19. Jahrhundert wird das Edelweiß zum Inbegriff der Hochgebirgsblume. "Held Ludwig war ja Bayern’s Edelweiss" setzt König Ludwig II. mit dem Edelweiß und seinen Attributen gleich. " src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/32-Koenig-Ludwig-IIEdelweiss_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="350" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="32-Koenig-Ludwig-IIEdelweiss.jpg" data-i="34" id="img_34">Postkarte nach dem Tod König Ludwig II. (1910 Franz Joseph Huber’s Verlag, München)
© Haus der Bayerischen Geschichte

Unmittelbar nach dem Tod König Ludwig II. im Juni 1886 begann die Erinnerungskultur an ihn zu blühen. Postkartenmotive mit dem König und seinen Schlössern wurden oft aufgelegt und waren sehr begehrt. Gerade der bayerische König, der am wenigsten volkstümlich war, wurde zum Träger des Mythos Bayern. Edelweiß und Almenrausch als Sinnbild der Berge umrahmen das Bild des Königs in der bayerischen Generalsuniform. Dazu trägt er die beiden Hausorden der Wittelsbacher, den Georgiritterorden und den Hubertusorden.
" src="https://www.uriggutundbayerisch.de/thumbs/GalerieMythosBayern/33-Koenig-Ludwig-II_thumb.jpg" border="0" align="absmiddle" data-sortkey="360" data-filepath="/var/www/v2.metatag.de/web/webs/ugub/files/GalerieMythosBayern/" data-filename="33-Koenig-Ludwig-II.jpg" data-i="35" id="img_35">
Gestaltungsentwurf des Pavillons<br />© Thöner von Wolffersdorff GbR, Augsburg<br /><br />In einem modernen Holzrundbau im Klostergarten werden die Besucherinnen und Besucher in die Gedanken, Träume und Sehnsüchte des Königs entführt. Seine gebauten und ungebauten Träume werden dort theatralisch in Szene gesetzt. Im Tal zwischen Kloster Ettal und dem Plansee hätte Ludwig II. am liebsten einen unglaublichen Schlösserpark geschaffen – auch Klein-Versailles sollte hier enstehen; weil das Tal zu schmal war, baute es Ludwig II. auf Herrenchiemsee.Gestaltungsentwurf des Pavillons (innen)<br /><br />© Thöner von Wolffersdorff GbR, AugsburgWarum die Landesausstellung 2018?<br />2018 besteht der Freistaat Bayern seit 100 Jahren. Die Landesausstellung im Kloster Ettal ist Teil des Jubiläumsprogramms